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30.09.2026
Erste Group versteckt sich zu Unrecht hinter Bankgeheimnis und beantwortet Frage zu Dukovany-Finanzierung nicht
Bei einer Kundgebung am Montag vor der Erste Bank - Sparkasse in Wien fordern acht Organisationen Klarheit. Wenn die Erste das AKW nicht finanziert, kann sie das klarstellen.

Acht Anti-Atom-Organisationen aus ganz Österreich forderten von der Erste Group Antwort, nachdem die Dukovany-Errichtergesellschaft EDU II mehrfach öffentlich behauptete, dass die Erste-Tochter Ceská sporitelna das AKW mitfinanziere. In einer kurzen schriftlichen Stellungnahme gab die Erste Group keine Antworten, sondern berief sich auf das Bankgeheimnis. Diese Argumentation überzeugt nicht.
"Wenn die Erste Group nicht an der Finanzierung des AKW-Neubaus in Dukovany beteiligt ist, darf sie die gegenteilige Behauptung des Errichters jederzeit öffentlich zurückweisen. Sie muss sich nicht als Finanziererin von Atomkraftwerken in Grenznähe darstellen lassen und sie ist den Österreicherinnen und Österreichern auch eine klare Antwort schuldig", fordert Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!, die Erste Group auf, das Versteckspiel hinter dem Bankgeheimnis zu beenden.
Während die Erste Group also die Fragen nicht beantwortet, legte sie in ihrer Stellungnahme dar, dass sie bei Atomenergie einen "verantwortungsvollen und regelbasierten Ansatz" verfolge und Atomenergie "als möglicher Beitrag zur Energieversorgung und zur Erreichung der Klimaziele diskutiert" werde.
"Da die Dukovany-Errichtergesellschaft behauptet, dass sich die Erste Group über ihre tschechischen Tochterfirmen an der Finanzierung des Dukovany-AKW beteiligt, ist es im Sinne der österreichischen Bevölkerung, die Atomkraft mehrheitlich ablehnt, angebracht, sich von dieser möglichen Unterstützung für Atomkraft zu lösen, beziehungsweise die Behauptung zu dementieren, sollte sie nicht den Tatsachen entsprechen", fordert Gerold Wagner, Projektverantwortlicher des Anti-Atom-Komitees Freistadt.
Kundgebung "Kein österreichisches Bankengeld für AKW Dukovany!"
o 5. Oktober 2026, 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr
o vor der Erste Bank - Sparkasse, Graben 21, 1010 Wien
Rückfragen und Pressekontakt:
Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51