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04.03.2011

Begeisterte Reaktionen von europäischen NGOs auf Kampagne "Österreich - RAUS aus EURATOM”


"Antiatom-Organisationen reagieren mit Begeisterung auf die Kampagne "Österreich - RAUS aus EURATOM” und verfolgen mit Spannung, wie das EURATOM-Volksbegehren von den Österreicher_innen angenommen wird!”, freuen sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Initiatoren des EURATOM-Volksbegehrens und Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Antonio Tricarico (Italien), federführend bei der Kampagne für eine Reform der Weltbank meint: "By leaving Euratom Austria could open up a unique opportunity to review this obsolete European facility, which is a relict of past industrial policies, and rethink how European intervention and limited public resources could make the difference instead for the better. This would also be an example for those governments, such as the Italian one, which are anacronistically rethinking to get into the nuclear business again, by further wasting billions of Euro of public money. All eyes and solidarity are on you in Austria, who try to win this battle and show us the way to the future. Achieving this result would be the best and most honourable way to celebrate the sad 25 years anniversary of the Chernobyl nuclear catastrophe on 26th April 2011.”

Ulla Klötzer (Finnland), Frauen gegen Atomkraft, jahrezehntelang im Widerstand gegen finnische und russische Atomkraftwerke: "Wenn Österreich aus Euratom aussteigt können wir, die Atomkraftkritiker, das überall in Europa gegen Atomkraft benutzen! Wenn das passiert werde ich alle meine engsten Atomkraftgegner aus Europa zu einer Champagner-Party einladen, besonders die Österreicher, die so beispielhaft jahrelang den Kampf gegen Atomkraft führen obwohl das Land selbst atomkraftsfrei ist. Die Mehrheit der Finnen wollen keine neuen Atomkraftwerke haben. Diese Kampagne "Österreich raus aus Euratom” gibt uns Hoffnung!"

Charlotte Mijeon, Sprecherin des französischen Netzwerks Reseau Sortir du nucleaire (Frankreich): \"Das französische Anti-Atom-Netzwerk \"Sortir du nucléaire\" [Atomausstieg] bringt seine Unterstützung zu der Kampagne \"Raus aus Euratom !\". Atomkraft ist gefährlich und teuer, und seine Finanzierung auf der europäischen Ebene darf nicht als selbstverständlich gelten. Wir freuen uns über eine solche Initiative, der wir viel Erfolg wünschen, und hoffen, dass der österreichische Rücktritt aus Euratom ein klares Zeichen setzen wird, um die Nützung der Kernenergie in Europa ins Frage zu stellen. Wir hoffen, dass ein Dominoeffekt dadurch entstehen wird, der auch Einfluss bei uns in Frankreich haben könnte\".

Markus Pflüger \"Stop Bure Trier\" und \"Südwestdeutsche Antiatom-Initiativen\", seit Mitte der 80er in der Friedens- und Antiatombewegung aktiv): "Der EURATOM-Vertrag gehört endlich beendet, Österreich könnte den Anfang machen! Es muss endlich öffentlich skandalisiert werden, dass durch EURATOM Milliarden Steuergelder undemokratisch am Europaparlament vorbei und gegen den erklärten Willen der Mehrheit der EuropäerInnen für die Förderung der Atomtechnik ausgegeben werden. Alle Länder, die den Atomausstieg wollen müssen endlich aus dem Vertrag aussteigen! Stattdessen könnten Milliarden für den Klimaschutz, Energiesparprogramme und erneuerbare Energien investiert werden! Also EURENEW statt EURATOM!"

Monika Wittingerova, Mütter gegen Atomgefahr (Tschechien): "Der Euratom-Vertrag führt zur ökonomischen Begünstigung der Atomenergetik. Der gemeinsame europäische Strommarkt sollte sich jedoch auf gleichen Bedingungen für die Energiehersteller stützen. Österreich, das für die Stromherstellung keine Atomkraftwerke verwendet, sollte auf jeden Fall aus Euratom aussteigen, wenn sich das die Bürger wünschen werden. Die Idee eines Volksbegehrens ist deswegen sehr gut. Wenn Österreich aufgrund der Ergebnisse des Volksbegehrens aus Euratom aussteigt, wird es auch für die tschechische Antiatom-Bewegung eine gute Nachricht sein. Tschechische Atombefürworter machen nämlich oft auf die Heuchelei Österreichs aufmerksam, das sich als atomfreies Land
präsentiert, obwohl es ein Mitglied von Euratom ist und den Strom aus der Tschechischen Republik importiert, der auch in den Atomkraftwerken erzeugt wurde."

Lidija Živčič, Obfrau des Vereins Focus društvo za sonaraven razvoj/Focus Association for Sustainable Development (Slowenien): "Focus Association for Sustainable Development from Slovenia strongly supports the demand of Atomstopp for Austria to leave the Euratom Treaty. It is highly surprising that this outdated, undemocratic and dangerous treaty still represents one of the corner stones of the European Union and abandoning it is a step that takes us closer to reality and future than clinging onto this document. The Euratom Treaty is utterly unsuitable to the reality of EU today and by stepping out of it, Austria would be the first country to show that it is aware the Europe’s future cannot be based on obsolete agreements. The experience with nuclear power shows that it is extremely dangerous and expensive way of producing energy, which, apart from that, creates more problems than solutions (such as radioactive waste problem or the liability for safe closure of the old nuclear power plants).”

"Wir fühlen uns jedenfalls bestärkt durch die Reaktionen von den europäischen NGOs und werden auch heute wieder für das EURATOM-Volksbegehren werben, und zwar bis 18 Uhr am Taubenmarkt in Linz!”, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 664 390 77 09