News


05.12.2011

atomstopp: Atomare Schatten über achtem EU-Rahmenforschungsprogramm!
Bundeskanzler Faymann muss - wie versprochen - den EURATOM-Vertrag zum Atomausstiegs-Vertrag machen!

"Es ist absolut schockierend und nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wohl mehr als ein Hohn, wenn in diesem Vorschlag der EU Kommission die Ziele des EURATOM-Vertrages aufgelistet werden und darauf hingewiesen wird, dass die Atomenergie einen Beitrag leisten kann, den Lebensstandard zu heben und dass die Atomforschung den sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand mehren kann!", so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in Reaktion auf den Kommissionsvorschlag zum achten Rahmenforschungsprogramm.

"Im achten Rahmenforschungsprogramm mit seiner Laufzeit von 2014 bis 2018 ist nach einem Vorschlag der Europäischen Kommission eine Milliarde Euro für die Atomforschung vorgesehen! Das Wort "Europäischer Atomausstieg" kommt allerdings im Vorschlag der EU-Kommission nicht vor - man hat also in Brüssel aus Fukushima nichts gelernt und fantasiert weiter über Hebung des Lebensstandards und Mehrung des wirtschaftlichen Wohlstands durch die Atomenergie!", so Egger und Schweiger empört.

"Bundeskanzler Faymann hat ja vollmundig in Österreich nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima angekündigt, den EURATOM-Vertrag zu einem Atomausstiegsvertrag machen zu wollen! Der jetzige Kommissionsvorschlag für das achte Rahmenforschungsprogramm lässt aber jeglichen Ansatz in dieser Richtung vermissen! Bundeskanzler Faymann muss - wie versprochen - endlich aktiv werden und seine Minister anweisen, bei den Verhandlungen für das Rahmenforschungsprogramm klar zu machen: EURATOM-Mittel werden ausschließlich für den europäischen Atomausstieg verwendet! Und es wird abgelehnt, wenn in Brüssel im Geiste des EURATOM-Vertrags von einer Hebung des Lebensstandards durch die Atomenergie fantasiert wird! Gelingt es nicht, entsprechende Überzeugungsarbeit in Brüssel zu leisten, ist die Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM umgehend zu beenden! Denn mit österreichischen Steuergeldern den atomaren Wahnsinn auch noch mitzufinanzieren, ist wohl das Letzte, was sich die Österreicher_innen von dieser Bundesregierung erwarten.", so Egger und Schweiger abschließend.

Link zum Vorschlag der EU-Kommission für das achte Rahmenforschungsprogramm: http://ec.europa.eu/research/horizon2020/pdf/proposals/com%282011%29_812_final.pdf#view=fit&pagemode=none

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625