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20.02.26 Finanziert die EU weiterhin Putins Atomprogramm? atomstopp fordert endlich Sanktionen gegen Rosatom und russisches Uran
Die Hinweise verdichten sich, dass auch vom 20. EU-Sanktionspaket weder Uranimporte aus Russland noch der staatliche Atomstrom- und Atomwaffenkonzern Rosatom erfasst werden.
Image1017 "Putins Regime hat seit dem völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine Europa mehrfach mit Atomwaffen bedroht. Trotzdem importieren EU-Staaten weiterhin russisches Uran und finanzieren damit Putins Atomprogramm", kritisiert Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!

"Österreich muss sich gemeinsam mit der Mehrheit der AKW-freien EU-Staaten in den finalen Verhandlungen zum 20. Sanktionspaket aktiv dafür einsetzen, dass endlich Sanktionen gegen Rosatom und russisches Uran beschlossen werden", fordert Stoiber ein entschiedenes Vorgehen der Regierung.

Das 20. Sanktionspaket soll rund um den 4. Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar beschlossen werden. Ende Dezember war in Medienberichten zu lesen, dass es erstmals auch Uranimporte umfassen soll. In der Erklärung der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom 5. Februar war kein Hinweis mehr darauf zu finden, ebenso wenig in den Antworten der EU-Kommission auf die entsprechenden atomstopp-Anfragen.

Rückfragen & Kontakt:
Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51
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12.02.26 atomstopp: Wieder schreibt IEA Atomrenaissance herbei
Ihren jüngsten Bericht "Electricity 2026 - Analysis and forecast to 2030" verkauft die Internationale Energieagentur IEA mit der Überschrift, "dass der Anteil erneuerbarer Energien und Kernenergie am weltweiten Strommix bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 50 % steigen wird". Dabei stagniert Atomkraft seit Jahren bei etwa 9 Prozent, das Wachstum tragen allein die Erneuerbaren, die laut IEA von derzeit 33 Prozent bis 2030 auf etwa 40 Prozent wachsen.
Image1016 "Wer die aktuelle Überschrift liest - die Medien bereits übernommen haben - wonach der Anteil von Erneuerbaren und Atomkraft bis 2030 auf 50 % steigen soll, erkennt sofort die manipulative Absicht: Hier wird die immer bedeutungslosere Atomkraft deshalb in einem Zug mit den rasant wachsenden Erneuerbaren genannt, um sie trotz vieler Misserfolge, Verteuerungen und Kostenexplosionen weiter zu promoten", kritisiert Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!

Der Atomstrom-Anteil hat vor 30 Jahren mit 17,5 Prozent seinen Höchststand erreicht, derzeit liegt er mit 9 Prozent bei etwa der Hälfte. Ohne gefährliche Laufzeitverlängerungen der weltweit durchschnittlich gut 32 Jahre alten AKW-Flotte würde Atomstrom in den nächsten Jahren in kompletter Bedeutungslosigkeit versinken.

"Die IEA hat eine lange Tradition darin, die Zukunft der Atomkraft herbeizuschreiben. Im Jahr 2010 prophezeite sie ein Wachstum der Atomkraft um bis zu 40 % bis 2020. Tatsächlich ist sie selbst heute noch auf dem Niveau von 2010, ihr Anteil sank aber von damals gut 12 Prozent auf die derzeitigen 9 Prozent", hält Stoiber fest.

"Es ist beschämend, dass Österreich als Mitglied der IEA dieses Atomlobbying mitfinanziert. Wir fordern die Bundesregierung auf, in den Gremien endlich dafür zu sorgen, dass sich die IEA an Fakten hält, anstatt dauernd zu manipulieren", fordert Stoiber abschließend.

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Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51
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