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02.06.26
atomstopp: Atomkraft nicht marktfähig, tschechische AKWs werden vollverstaatlicht
Die Hauptversammlung des tschechischen Energiekonzerns CEZ hat gestern den Weg für eine Konzernaufspaltung und die schrittweise Übernahme aller Anteile an der zukünftig für die Stromerzeugung zuständigen Gesellschaft durch den Staat freigemacht.
"Die gestern beschlossenen Verstaatlichung der tschechischen AKWs zeigt einmal mehr: Atomkraft funktioniert nicht im Markt. Wenn es ernst wird, muss der Staat das Risiko tragen. Atomstrom ist kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, sondern dauerhaft von öffentlicher Finanzierung abhängig", stellt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben! fest.
Auf der gestrigen CEZ-Hauptversammlung wurde die Aufspaltung des CEZ-Konzerns vorzubereitet. Künftig sollen Strom- und Gashandel und -netze in einer eigenen Gesellschaft gebündelt und zu 49 Prozent privatisiert werden. Die Stromproduktion, insbesondere die Atomkraftwerke, soll hingegen schrittweise unter vollständige staatliche Kontrolle gelangen. Der tschechische Staat, der bereits rund 70 Prozent der CEZ-Anteile hält, schafft damit die Voraussetzungen, die kosten- und risikointensive Energieerzeugung aus dem direkten Marktwettbewerb herauszulösen. Während profitable Geschäftsbereiche für private Kapitalgeber attraktiv gemacht werden, wandern die langfristigen finanziellen Risiken der Atomkraft damit vollständig in die öffentliche Hand.
"Die tschechische Verstaatlichung der AKWs zeigt genau wie die bereits 2023 erfolgte französische einmal mehr: Atomkraft ist ein staatlich finanziertes Dauerprojekt. Während private Investoren sich aus der Verantwortung verabschieden, werden die finanziellen Risiken auf die öffentliche Hand abgewälzt. Über das EU-Finanzsystem werden letztlich auch die österreichischen Steuerzahler_innen die Kosten der europäischen AKW-Milliardengräber bezahlen", so atomstopp-Geschäftsführer Stoiber.
Rückfragen & Kontakt:
Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51
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29.05.26
Neun Österreichische Anti-Atom-Organisationen warnen vor jahrzehntelangen Atomstrom-Preisgarantien
Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EESC) bietet am 1. Juni der Konferenz "Designing CfDs for Nuclear New Build" eine Bühne für AKW-Lobbying.
"Contracts for Difference (CfDs) garantieren Atomkraftwerken über Jahrzehnte fixe Strompreise und -abnahmemengen. Mit diesen milliardenschweren Fördermodellen zum Neubau von AKWs werden die enormen finanziellen Risiken von Atomstrom direkt auf die öffentliche Hand abgewälzt. Das bindet die Mittel, die für den Ausbau von erneuerbaren Energien, Speichern und Netzen fehlen", erklärt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!
Die Atomindustrie versucht mit staatlichen Garantien ihre wirtschaftlich nicht tragfähigen Projekte künstlich am Leben zu erhalten. Während erneuerbare Energien immer günstiger werden, müssen die Menschen über Jahrzehnte hinweg überteuerte Atomstrom-Preise absichern.
Um die Menschen vor diesen teuren und zukunftsvergessenen Fehlinvestitionen zu schützen, appellieren die unterzeichnenden Organisationen an die österreichischen EESC-Mitglieder, sich klar gegen CfD-Modelle für Atomkraftwerke auszusprechen und öffentliche Mittel stattdessen in rasch verfügbare, erneuerbare Energietechnologien zu lenken.
Unterstützt wird der Appell von zentralen Akteur_innen der österreichischen Anti-Atom-Bewegung, darunter das Anti-Atom-Komitee Freistadt, atomstopp_atomkraftfrei leben!, das Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit, Global 2000, die Plattform gegen Atomgefahren Salzburg - Plage, der Verein Gemeinsam für Sonne und Freiheit, die Vorarlberger Plattform gegen Atomgefahren, der Waldviertler EnergieStammtisch und die Wiener Plattform Atomkraftfrei.
Rückfragen & Kontakt:
Herbert Stoiber
atomstopp_atomkraftfrei leben!
+43 681/10 42 92 51
Bild: KI-generiert
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