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12.02.26
atomstopp: Wieder schreibt IEA Atomrenaissance herbei
Ihren jüngsten Bericht "Electricity 2026 - Analysis and forecast to 2030" verkauft die Internationale Energieagentur IEA mit der Überschrift, "dass der Anteil erneuerbarer Energien und Kernenergie am weltweiten Strommix bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 50 % steigen wird". Dabei stagniert Atomkraft seit Jahren bei etwa 9 Prozent, das Wachstum tragen allein die Erneuerbaren, die laut IEA von derzeit 33 Prozent bis 2030 auf etwa 40 Prozent wachsen.
"Wer die aktuelle Überschrift liest - die Medien bereits übernommen haben - wonach der Anteil von Erneuerbaren und Atomkraft bis 2030 auf 50 % steigen soll, erkennt sofort die manipulative Absicht: Hier wird die immer bedeutungslosere Atomkraft deshalb in einem Zug mit den rasant wachsenden Erneuerbaren genannt, um sie trotz vieler Misserfolge, Verteuerungen und Kostenexplosionen weiter zu promoten", kritisiert Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!
Der Atomstrom-Anteil hat vor 30 Jahren mit 17,5 Prozent seinen Höchststand erreicht, derzeit liegt er mit 9 Prozent bei etwa der Hälfte. Ohne gefährliche Laufzeitverlängerungen der weltweit durchschnittlich gut 32 Jahre alten AKW-Flotte würde Atomstrom in den nächsten Jahren in kompletter Bedeutungslosigkeit versinken.
"Die IEA hat eine lange Tradition darin, die Zukunft der Atomkraft herbeizuschreiben. Im Jahr 2010 prophezeite sie ein Wachstum der Atomkraft um bis zu 40 % bis 2020. Tatsächlich ist sie selbst heute noch auf dem Niveau von 2010, ihr Anteil sank aber von damals gut 12 Prozent auf die derzeitigen 9 Prozent", hält Stoiber fest.
"Es ist beschämend, dass Österreich als Mitglied der IEA dieses Atomlobbying mitfinanziert. Wir fordern die Bundesregierung auf, in den Gremien endlich dafür zu sorgen, dass sich die IEA an Fakten hält, anstatt dauernd zu manipulieren", fordert Stoiber abschließend.
Rückfragen & Kontakt:
Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51
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05.02.26
atomstopp: OÖ Umweltanwalt Martin Donat am Ziel? Tschechien baut heuer kein einziges Windrad
Tschechiens plant weitere AKWs in Dukovany und Temelin, baut aber 2026 kein einziges Windrad. Besonders bedenklich ist, dass Martin Donat, eigentlich Umweltanwalt des Landes Oberösterreich, dieser verfehlten Energiepolitik durch sein agitieren in Tschechien Vorschub leistet.
Im vergangenen Jahr wurden in ganz Tschechien laut Medienberichten lediglich 5 neue Windkraftanlagen mit insgesamt rund 13 Megawatt Leistung in Betrieb genommen, für heuer ist keine einzige geplant. In Österreich kamen 2025 48 wesentlich leistungsfähigere Anlagen dazu - mit insgesamt 285 MW, also mehr als dem 20-fachen des tschechischen Ausbaus.
Dabei liegt Tschechien schon jetzt mit nur einem Prozent Windstrom weit hinter dem EU-Schnitt von 19 Prozent. In Österreich - wie Tschechien ein Binnenland - kommen 16 Prozent des Stromes von Windrädern.
Tschechien träumt dagegen von SMR-AKWs an 46 Standorten. Dabei gibt es diese bislang nur auf dem Reissbrett. Selbst die immer viel zu optimistischen Prognosen der Atomindustrie sehen den Betrieb des ersten SMR-AKWs in Temelin erst 2039.
"Tschechien verschläft die Energiewende sehenden Auges - schließlich ist die Politik im Nachbarland getrieben von der Atomlobby. Warum Martin Donat, von dem man als Umweltanwalt das genaue Gegenteil erwarten würde, sich auch in Tschechien vor den Karren der Windkraftverhinderer spannt, bleibt sein Geheimnis. Es sollte allerdings dringend umdenken und massiv und ehrlich für einen Windkraftausbau überall dort eintreten, wo er seine Stimme erhebt", fordert Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!
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Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51
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