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08.08.22 atomstopp: Atomnachbar Tschechien will für AKW-Bau tief in die Taschen seiner Steuerzahler_innen greifen
EU-Genehmigung von Staatsbeihilfen für den Bau eines neuen Reaktors in Dukovany offiziell zur Begutachtung gestellt - 60 Jahre Fixpreis für die Abnahme des Stroms aus dem geplanten Atomkraftwerk Dukovany vorgesehen
»Ungeachtet all der signifikanten Probleme, mit denen Atomkraftwerke aktuell konfrontiert sind, stellt unser Atomnachbar Tschechien einen unverschämten Antrag auf Staatsbeihilfen zum Bau eines neuen Reaktors am Standort Dukovany. Nach EU-Beihilferecht sollen die tschechischen Bürger_innen mit ihrem Steuergeld nicht nur für den gesamten Bau ein Darlehnen gewähren, sondern auch eine Strompreisgarantie finanzieren: Sagenhafte 60 Jahre lang soll dem Beihilfeempfänger nach Fertigstellung des Baus der gesamte erzeugte Strom zu einem festen Preis abgekauft werden. Damit ist die aktuelle tschechische Regierung im Begriff, die wirtschaftliche Ausbeutung von Generationen an zukünftigen Steuerzahler_innen einzufädeln«, diagnostizieren Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

»Dass die tschechische Politik immer noch derart verkrampft an einer nuklearen Energiezukunft festhält und dafür auch tief in die Taschen der Steuerzahler_innen zu greifen bereit ist, scheint besonders paradox angesichts der Zustände im EU-Atomstaat Nummer Eins: Mehr als die Hälfte der 56 Atomreaktoren in Frankreich mussten heuer bereits heruntergefahren, Strom in großen Mengen aus anderen Ländern importiert werden. Neben gravierenden technischen Problemen ist daran auch die fehlende Klima-Resilienz von AKW schuld, da diese auf erhebliche Mengen an Kühlwasser angewiesen sind. Doch Wasserknappheit auf Grund der großen Hitzewellen stellen bereits jetzt ein fraglos großes Problem dar, in den kommenden Jahrzehnten ist zudem noch mit Verschärfung zu rechnen, selbst wenn es gelingt, Maßnahmen der Gegensteuer gegen den Klimawandle zu setzen. Dass ein Setzen auf Atomkraft das genau verkehrte Mittel ist, liegt somit auf der Hand!«, warnen Schweiger und Egger.

»Das Ansuche um Genehmigung der Beilhilfe liegt derzeit bei der EU-Kommission zur Begutachtung auf, Stellungnahmen können nun 4 Wochen lang abgegeben werden - atomstopp wird im Namen des Vereins davon auf jeden Fall Gebrauch machen!«, kündigen Schweiger und Egger abschließend an.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019
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07.08.22 Stellenausschreibung / Aussendung in eigener Sache
Verjüngung ist angesagt - Stelle der Geschäftsführung unseres Vereins wird neu ausgeschrieben
Geschätzte Unterstützerinnen und Unterstützer, lieber Freundinnen und Freunde,

heute mal eine Aussendung in eigener Sache:

Verjüngung ist angesagt - zur Teambereicherung schreiben wir deshalb die Stelle der Geschäftsführung unseres Vereins neu aus.

Die Übergabe der Agenden soll im Frühjahr 2023 erfolgen. Um eine solide Einarbeitungszeit gewährleisten zu können, kann die Anstellung idealerweise mit dem Quartal 4/22 starten.

Warum wir euch das mitteilen?

Ihr alle kennt unsere Arbeit nicht nur gut, sondern ihr engagiert euch, habt euch - oft viele Jahre lang - immer wieder beteiligt. Das ist ein ganz wesentlicher Beitrag, um unserem gemeinsamen Ziel näherzukommen. Und es ist unser erklärtes Anliegen, diese Arbeit in bewährter Weise weiterführen zu können.

Deshalb die Bitte an euch:

Falls es Ambitionen gibt, sich jemand angesprochen fühlt oder aber jemanden kennt, wo dieser nicht unbedingt alltägliche Job auf Interesse stoßen könnte, dann zögert bitte nicht, anhängende Stellenausschreibung weiterzureichen, weiter zu empfehlen.

Wir freuen uns über jede Mithilfe, die zur Nachbesetzung des freiwerdenden Aufgabenbereichs bei atomstopp beiträgt!

Herzlichen Dank im Voraus und sommerliche Grüße vom
atomstopp_Team
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