News
09.04.26
atomstopp-Botschafter_innen laufen Linz Marathon gegen gefährliche AKWs
1149 Kilometer und alle Distanzen: 60 atomstopp-Läufer_innen verbinden am kommenden Sonntag Freude am Sport mit wichtiger Mission gegen Atomkraft-Ausbau
"Nie war deutlicher spürbar, dass die Atomstromproduktion neben Atombomben die bedrohlichste Fehlentwicklung der Menschheitsgeschichte darstellt: Nach Atomkraftwerken in der Ukraine wurde im Iran in den vergangenen Tagen ein AKW kriegerisch beschossen. Trotzdem wollen unverantwortliche Politiker_innen im Gleichschritt mit der finanzkräftigen Atomlobby die Welt mit tausenden, teilweise etwas geschrumpften Atomkraftwerken überziehen", warnt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben! vor einer fatalen Entwicklung.
Nur öffentliche Aufklärung über diese Zukunftsvergessenheit einer kleinen Minderheit von Staaten kann auf lange Sicht diese Gefahren bannen.
"Damit weitere AKWs gar nicht an den Start kommen, tragen unsere Läufer_innen in sonnengelben Anti-Atom-Laufshirts die deutliche Botschaft ins Ziel: "Atomkraft? Nein Danke!" Sie alle verbinden Spaß, Gemeinschaft und Engagement und zeigen: Für eine atomkraftfreie Zukunft kann man aktiv, sichtbar und motivierend eintreten", freut sich die stellvertretende atomstopp-Obfrau Anna Weinbauer über die tolle Beteiligung.
Pressefotos zum Download (© atomstopp_atomkraftfrei leben!)
Rückfragen & Kontakt:
Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51
[ News drucken ]
09.04.26
atomstopp: Dukovany-AKW soll bis zu 80 Jahre laufen
Heute haben der tschechische Industrieminister Karel Havlícek und der großteils staatliche tschechische Atomstromkonzern CEZ eine so weitreichende wie riskante Weichenstellung bekannt gegeben: Die bestehenden Atomreaktoren in Dukovany sollen nicht wie bisher angenommen rund 60, sondern bis zu 80 Jahre in Betrieb bleiben können.
"Die heutige Ankündigung, über welche CTK berichtete, zeigt vor allem, wie sehr die Atomindustrie auf Laufzeitverlängerungen angewiesen ist, um überhaupt noch relevant zu bleiben. Die Dukovany-Blöcke wurden Mitte der 1980er-Jahre in Betrieb genommen und für eine Laufzeit von 30 Jahren konzipiert. Sie müssten daher längst abgeschaltet sein", hält Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben! fest.
Auch Modernisierungsprogramme ändern nichts an einem zentralen Problem: Es bleiben alte Reaktoren. Besonders kritisch ist dabei der Reaktordruckbehälter. Er ist eine der wichtigsten sicherheitsrelevanten Komponenten, versprödet zunehmend und kann nicht ausgetauscht werden.
"Die österreichische Bundesregierung darf nicht schweigen, wenn im Nachbarland gefährliche Fehlentscheidungen getroffen werden. Sie muss sich entschieden gegen derartige Laufzeitverlängerungen aussprechen. Auch mit Blick darauf, dass Atomkraftwerke zunehmend in Kriege hineingezogen werden, muss Österreich auf EU-Ebene viel aktiver gegen diese Hochrisikotechnologie vorgehen", fordert atomstopp-Geschäftsführer Stoiber die Politik auf, ihr Schweigen zu beenden.
Rückfragen & Kontakt:
Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51
[ News drucken ]
Ältere News anzeigen